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Nachdem der neue Vertriebsweg von Faktorpräparaten im Rahmen des GSAV erfolgreich umgesetzt wurde, verabschiedet sich GSAVheminfo.de zum 31.12.2020. Vielen Dank, dass Sie vorbeigeschaut haben!

Alle hier veröffentlichten Informationen und Servicematerialien stehen Ihnen ab dem 01.12.2020 auf den folgenden Webseiten zur Verfügung:

GSAV Hämophilie: Informationen für Patienten und Angehörige

GSAV Hämophilie

Informationen für Patienten und Angehörige

GSAV Hämophilie

Informationen für Patienten und Angehörige

FAQs

Rezeptgebühren und Zuzahlungen

Rezeptgebühren und Zuzahlungen

Bislang erhalten Sie als Hämophilie-Patient Ihre Faktorpräparate direkt von Ihrem Arzt oder in einem Hämophilie-Zentrum. Da Sie Ihre Hämophilie-Medikamente ab dem 01. September 2020 nur noch auf Rezept in der Apotheke bekommen, können Zuzahlungsgebühren anfallen, sofern Sie nicht befreit sind. Lesen Sie im Folgenden mehr über spezifische Regelungen für chronisch Kranke und wann und wie Sie sich von Zuzahlungen befreien lassen können.


Gut zu wissen: Kinder bis 18 Jahre sind von der Zuzahlungspflicht befreit (Ausnahme ist die Zuzahlung bei Fahrtkosten).

Belastungsgrenze und Regelung für chronisch Kranke

Grundsätzlich müssen Sie als gesetzlich Versicherter Zuzahlungen innerhalb eines Jahres nur in Höhe Ihrer individuellen Belastungsgrenze zahlen. Diese Grenze liegt bei 2 Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens der Familie. Besondere Regelungen gelten für chronisch Kranke, die sich wegen einer schwerwiegenden Erkrankung in Dauerbehandlung befinden: Ihre Belastungsgrenze liegt bei 1 Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen.


Der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen (G-BA) bestimmt die Kriterien einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung. Die Krankenkasse stellt fest, ob ein Versicherter diesen Kriterien entspricht.


ANERKENNUNG EINER SCHWERWIEGENDEN CHRONISCHEN ERKRANKUNG

Fordern Sie bei Ihrer Krankenkasse ein Formular für die Anerkennung einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung an. Ihr behandelnder Arzt füllt den Antrag aus. Ihre Krankenkasse entscheidet dann, ob Ihr Antrag angenommen oder abgelehnt wird.

Belastungsgrenze und Regelung für chronisch Kranke

Zuzahlungsbefreiung bei Erreichen Ihrer Belastungsgrenze

Erreichen Sie im Laufe eines Kalenderjahres Ihre individuelle Belastungsgrenze, können Sie sich für den Rest des Jahres von weiteren Zuzahlungen befreien lassen. Gehen Sie dafür wie folgt vor:

  • Sammeln Sie alle Belege und Rechnungen über Ihre Zuzahlungen wie z. B. für Medikamente, Hilfsmittel und Therapien.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Belege immer folgende Informationen enthalten: Vor- und Zuname, Art der Leistung, Zuzahlungsbetrag, Datum und Ausgabestelle.
  • Berechnen Sie Ihre jährliche Belastungsgrenze für Zuzahlungen, z. B. mit dem Zuzahlungsrechner auf dem Internet-Portal der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V. (ABDA)
  • Stellen Sie bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag auf Befreiung von Zuzahlungen, sobald Sie Ihre Höchstgrenze von zwei bzw. einem Prozent erreicht haben.

TIPP

Bei einigen Krankenkassen ist es möglich, den Höchstbetrag für Eigenanteile bereits im Voraus zu zahlen und eine sogenannte Befreiungskarte zu erhalten. Der Vorteil ist, dass Sie Zuzahlungen über der Belastungsgrenze nicht mehr selbst vorstrecken müssen.

Beachten Sie dabei: Die errechnete Belastungsgrenze gilt unter Vorbehalt. Es können Rück- oder Nachzahlungen auf Sie zukommen.

PRIVATVERSICHERTE WENDEN SICH BITTE AN IHRE ZUSTÄNDIGE KRANKENKASSE.

Zuzahlungsbefreiung bei Erreichen Ihrer Belastungsgrenze

TIPP

Bei einigen Krankenkassen ist es möglich, den Höchstbetrag für Eigenanteile bereits im Voraus zu zahlen und eine sogenannte Befreiungskarte zu erhalten. Der Vorteil ist, dass Sie Zuzahlungen über der Belastungsgrenze nicht mehr selbst vorstrecken müssen.

Beachten Sie dabei: Die errechnete Belastungsgrenze gilt unter Vorbehalt. Es können Rück- oder Nachzahlungen auf Sie zukommen.

PRIVATVERSICHERTE WENDEN SICH BITTE AN IHRE ZUSTÄNDIGE KRANKENKASSE.

So behalten Sie Ihre Zuzahlungen im Blick

Ihre Krankenkasse informiert Sie nicht automatisch, sobald Sie Ihre individuelle Belastungsgrenze erreichen. Behalten Sie Ihre Zuzahlungen daher immer selbst im Blick:

  • Sammeln Sie alle Belege an einem zentralen Ort, z. B.in einem Ordner oder einem kleinen Karton, oder
  • fragen Sie Ihre Stammapotheke nach der Möglichkeit, sich registrieren zu lassen. Der Vorteil: Sie können jederzeit einen Sammel-Zuzahlungsbeleg einsehen und sich bei Bedarf ausdrucken lassen – damit entfällt das lästige Belegsammeln.

So behalten Sie Ihre Zuzahlungen im Blick

Auch auf die Packungsgröße kommt es an

Faktorpräparate liegen i. d. R. als Einzelpackung (N1) vor. Bei regelmäßiger Therapie bedeutet dies eine hohe Zahl an Packungen und entsprechende Zuzahlungen, sofern keine Zuzahlungsbefreiung vorliegt. Das GSAV sieht daher eine Änderung der Arzneimittel-Packungsgrößenverordnung vor: Gemäß Art. 15 des GSAV können Arzneimittel zur spezifischen Therapie von Gerinnungsstörungen bei Hämophilie auf ärztliche Verordnung im Rahmen der Messzahlen zusammengestellt werden.

Was bedeutet das für Sie?

Benötigen Sie mehrere Packungen auf einmal, können diese von Ihrem Apotheker so zusammengestellt werden, dass sie als Abgabe einer Einzelpackung gelten und nur einmal die Zuzahlung anfällt (bis zu höchstens 30 Packungen). Erkunden Sie sich dazu bitte bei Ihrem Arzt und Ihrem Apotheker.

Auch auf die Packungsgröße kommt es an

Hämophilie & Notfall – was tun?

Gut vorbereitet für den Fall der Fälle, sind Sie entspannter unterwegs! Checklisten und praxisbewährte Tipps helfen, bei einem Blutungsereignis souverän zu handeln und so Komplikationen vorzubeugen. Hier geht es zum Download der Broschüre.

Ausführliche Infos

Urlaub & Reisen: Was muss in die Reiseapotheke?

Egal ob Kurztrip oder Sommerurlaub: Eine Reiseapotheke gehört in jedes Gepäck. Hier finden Sie wertvolle Tipps, eine praktische Checkliste sowie wichtige Informationen zu Schmerzmitteln und Hämophilie.

Infos und Checkliste